Zuwachs bei MINT-Wissenschaftlern

Höhere Studierendenzahlen erfordern auch entsprechend mehr wissenschaftliches Personal zur Betreuung. Anderenfalls kann die Qualität der Ausbildung leiden. Im Jahr 2013 waren gegenüber 2008 ein Drittel mehr Wissenschaftler in den T-Fächern und ein Viertel mehr in den MIN-Fächern beschäftigt. Die Studierendenzahlen sind im gleichen Zeitraum jedoch deutlich stärker gestiegen. Das Zahlenverhältnis von Lehrenden zu Studierenden hat sich daher trotzdem verschlechtert.



Wissenschaftler Ingenieure in Forschung und Lehre
Nicht immer führt der Personalaufwuchs dazu, dass die MINT-Fächer insgesamt ein hohes Gewicht an der Hochschule bekommen. So kommen Berlin und das Saarland trotz eines Stellenplus von mehr als 50 Prozent nur auf unterdurchschnittliche Werte beim Anteil der T-Fächer am gesamten wissenschaftlichen Personal. Die relative Größe der MINT-Fakultäten unterscheidet sich deutlich zwischen den Bundesländern. Während in Schleswig-Holstein nur sieben Prozent der Lehrenden und Forscher an einer ingenieurwissenschaftlichen Fakultät beschäftigt sind, liegt der Anteil in Sachsen fast vier Mal höher, bei rund 27 Prozent. Auch Brandenburg und Thüringen schneiden bei diesem Indikator sehr gut ab. Ein West-Ost-Gefälle lässt sich insgesamt nicht daraus ableiten, denn die übrigen ostdeutschen Bundesländer erreichen nur unterdurchschnittliche Werte.

Insgesamt vermessen vier Indikatoren das Handlungsfeld wissenschaftliches MINT-Personal. Sie vergleichen die Anteile der MIN- und T-Fächer im Jahr 2013 sowie im Zeitverlauf. Das beste Ergebnis erreicht Sachsen. In der Schlussgruppe befinden sich Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.


Wissenschaftliches Personal in den T-Fächern
Anteil am gesamten wissenschaftlichen Personal (in Prozent)
Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen