Institutionelle Verankerung

Institutionelle Verankerung (Deutschlandkarte)


BewertungSpitzengruppe

Mittelgruppe

Schlussgruppe


Ressourcen

Strategie




Forschung und Lehre sind die Kernaufgaben der
Hochschulen. Über Exzellenz und Spezialisierung in
diesen Bereichen profilieren sich die akademischen
Einrichtungen und messen sich mit anderen.
Weitere Aktivitäten an einer Hochschule haben es
dagegen oft schwer, Ressourcen und Aufmerksamkeit
zu erlangen. Dies kann jedoch dann gelingen, wenn
die Hochschule besondere Ziele, wie die Gründungsförderung, institutionell verankert.


Eine solche institutionelle Verankerung der Gründungsförderung, beispielsweise in Strategien und personellen Ressourcen, kennzeichnet den Stellenwert,
den die Hochschulleitung diesem Thema beimisst.
Eine feste Verankerung verschafft dem Thema Aufmerksamkeit an der Hochschule und stärkt die Position der mit der Gründungsförderung beschäftigten Akteure im Dialog mit anderen Hochschulangehörigen in Wissenschaft und Verwaltung. Wenn entsprechende Strategien, Strukturen und Zuständigkeiten geschaffen und klar definiert sind, können die Akteure der Gründungsförderung das Themenfeld langfristig weiterentwickeln. Ob eine solche Verankerung vorliegt, wird hier über die Bereitstellung entsprechender finanzieller Mittel und Planstellen, die Existenz eines Gründungslehrstuhls, die Festlegung von kodifizierten Strategien und Vereinbarungen in einer Transferstrategie sowie über personelle Zuständigkeiten in der Hochschulleitung und die Dokumentation der Ausgründungen gemessen.

Gemessen an den Gesamtausgaben ist das Budget für Gründungsförderung an vielen Hochschulen eher gering.
Auch in den Hochschulstrategien und -leitungen ist das Thema noch nicht mehrheitlich fest verankert. Gründungslehrstühle sind noch keine Selbstverständlichkeit an den Hochschulen. Die institutionelle Verankerung der Gründungsförderung ist also an deutschen Hochschulen insgesamt noch ausbaufähig. Doch es gibt große Unterschiede zwischen den Hochschulen sowie zwischen den Bundesländern.

Über alle Indikatoren hinweg weisen die Hochschulen in Bremen die besten Werte auf. Auch in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zeigen viele Hochschulen, dass ihnen der Wissenstransfer in die Wirtschaft durch akademische Ausgründungen durchaus am Herzen liegt. Die Hochschulen im innovationsstarken Baden-Württemberg scheinen dagegen andere Prioritäten zu setzen. Auch in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und insbesondere im Saarland ist die institutionelle Verankerung der Gründungsförderung eher schwach. Im Saarland schneiden die befragten Hochschulen in allen untersuchten Indikatoren weit unterdurchschnittlich ab.

 

Indikatoren und Gewichtung


I.1
I.2
I.3
Ressourcen (50%)
Budget für Gründungsförderung je Studierenden
Anteil an Planstellen in der Gründungsförderung
Anteil der Hochschulen mit Gründungslehrstuhl

I.4
I.5
I.6
Strategie (50%)
Anteil der Hochschulen mit Transferstrategie
Anteil der Hochschulen mit Zuordnung der Gründungsförderung in der Hochschulleitung
Anteil der Hochschulen, die Ausgründungen dokumentieren