Ausgaben für Gründungsförderung

      Ausgaben (Grafik)

        Ausgaben je Studierenden
        Abweichungen vom Durchschnitt
        (45 Euro je Studierenden), in Euro 

        Quelle: Berechnungen auf Basis des Gründungsradars



Die im Gründungsradar erfassten Hochschulen gaben 2012 im Durchschnitt knapp 400.000 Euro pro Einrichtung für Aktivitäten in der Gründungsförderung aus. Im Durchschnitt der Hochschulen sind dies gut zwei Prozent ihres Gesamtbudgets.


Der Anteil variiert dabei je nach Hochschulgröße zwischen 0,5 und vier Prozent. Die relativen Ausgaben unterscheiden sich deutlich zwischen den Bundesländern.

Im Bundesländerdurchschnitt investieren die im Gründungsradar analysierten Hochschulen 45 Euro je Studierenden in die Gründungsförderung. Die höchsten Ausgaben leisten sich die Hochschulen in Sachsen. Sie geben rund 160 Euro pro Studierenden für Beratung, Bereitstellung von Räumen und Laboren, Honorare für Referenten sowie Veranstaltungen mit potenziellen Partnern und Investoren aus. Damit liegen die sächsischen Hochschulen weit vor den ebenfalls gut positionierten Hochschulen in Berlin, die noch etwa 83 Euro je Studierenden investieren. In anderen Bundesländern liegen die anteiligen Ausgaben dagegen unter 20 Euro. Dazu zählen das Saarland, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Bremen.

Die Spanne zwischen dem Spitzenreiter Sachsen und dem Schlusslicht Bremen ist enorm. Die Hochschulen im Südosten geben rund 25 Mal mehr für Gründungsförderung aus als die Einrichtungen der Hansestadt im Nordwesten. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Bremer Hochschulen ihre Gründungsförderung fast ausschließlich aus Grundmitteln der Hochschule bestreiten, wohingegen Gründungsförderung an den sächsischen Hochschulen überwiegend (80 Prozent) über Drittmittel finanziert wird.    

Der unterschiedliche Grad der Grund- und Drittmittelfinanzierung schlägt sich auch im Anteil der Planstellen für die Gründungsförderung nieder. In Bremen und Hessen ist die überwiegende Zahl der Mitarbeiter in der Gründungsförderung hochschulseitig abgesichert. Auch in den anderen westlichen Bundesländern hat in der Regel rund die Hälfte der entsprechenden Mitarbeiter eine grundfinanzierte Planstelle. Dagegen hat in den östlichen Bundesländern nur eine Minderheit der Beschäftigten in der Gründungsförderung einen langfristigen Vertrag mit der Hochschule. Bis zu 95 Prozent der Stellen (Brandenburg) sind dagegen drittmittelfinanziert. Trotz der beindruckenden Erfolge dieser Hochschulen bei der Einwerbung externer Mittel erschweren die damit verbundenen zeitlichen Befristungen die nachhaltige Verankerung der Gründungsförderung an der Hochschule.

 
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