Allgemeine Entwicklung der Grundmittel

20,5 Milliarden Euro Grundmittel flossen im Jahr 2010 in die Hochschulen bundesweit.


Die Bundesländer lassen sich in vier große Kategorien einteilen:

  • Bundesländer, die im Jahr 2000 überdurchschnittlich viele Grundmittel pro Professor investierten, das Grundmittelvolumen bis 2010 jedoch gar nicht oder nur stark unterdurchschnittlich erhöht haben. Dazu gehören Berlin, das Saarland, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Schleswig-Holstein.
  • Bundesländer, die überdurchschnittlich oder durchschnittlich viele Grundmittel investierten und das Grundmittelvolumen weiter erhöhen konnten. Dazu zählen Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachen.
  • Bei den Bundesländern, die im Jahr 2000 unterdurchschnittlich hohe Grundmittel pro Professor aufweisen, gibt es solche, die ihr Grundmittelvolumen stark überdurchschnittlich erhöht haben, nämlich Hessen, Rheinland-Pfalz und Bremen, und
  • Bundesländer, die in den vergangenen zehn Jahren ihr Volumen lediglich unterdurchschnittlich oder durchschnittlich steigern konnten. Dies sind Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.


Der Drittmittelwettbewerb findet also auf Basis unterschiedlicher Grundmittelvoraussetzungen statt.


 Entwicklung der Grund- und Drittmittel nach Ländern

  Grund- und Drittmittel in den Jahren 2000 und 2010 in Millionen Euro,
  Grundmittel je Professor im Jahr 2000 in Tausend Euro

  Entwicklung der Grund- und Drittmittel nach Ländern

  Quelle: Statistisches Bundesamt


Nicht nur die Grundmittel sagen etwas über die Finanzierung der Hochschulen durch die Bundesländer aus. So haben zahlreiche Länder Mechanismen entwickelt, Landesmittel wettbewerblich zu vergeben. Zwei Beispiele: Das Land Berlin vergibt staatliche Drittmittel wettbewerblich über die Einstein Stiftung. Die VolkswagenStiftung als privater Drittmittelgeber vergibt auch Mittel des Landes Niedersachsen.