DFG-Förderung

DFG-Förderung (Deutschlandkarte)


BewertungSpitzengruppe

Mittelgruppe

Schlussgruppe


Status 2010

Veränderung 2010-2010

Die Drittmittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind die wichtigste Förderquelle für die Grundlagenforschung in Deutschland. Jeder dritte Drittmittel-Euro an deutschen Hochschulen kam im Jahr 2010 von der DFG. Dabei wächst das Volumen kontinuierlich.


Die DFG förderte die Hochschulen im Jahr 2010 mit ins-
gesamt gut zwei Milliarden Euro. 2011 waren es bereits
gut 2,5 Milliarden Euro. 2013 wird die DFG rund 2,7 Mil-
liarden Euro Fördermittel ausschütten. Sie ist damit der
größte Drittmittelgeber für die Hochschulen.

Die Mittel verteilen sich unterschiedlich auf die Wissen-
schaftsbereiche. Im Jahr 2011 flossen rund 39 Prozent
in die Lebenswissenschaften, rund 24 Prozent in die
Naturwissenschaften, rund 22 Prozent in die Ingenieur-
und rund 15 Prozent in die Geistes- und Sozialwissen-
schaften.


Die Stadtstaaten bei der DFG am erfolgreichsten
In Status und Dynamik liegen Berlin, Bremen und
Hamburg bei der Einwerbung von DFG-Mitteln in der
Spitzengruppe. Der Anteil der DFG-Drittmittel im Ver-
hältnis zu den Grundmitteln liegt zwischen 11,9 (Ham-
burg) und 16,8 Prozent (Bremen). Auch die Dynamik
in diesen Ländern ist überdurchschnittlich: Sie können
auf jährliche Veränderungsraten zwischen 9,1 und
9,6 Prozent verweisen, doppelt so hoch wie der
Durchschnitt. Auch bezogen auf den Anteil der DFG-
Drittmittel im Verhältnis zu den Grundmitteln liegen
hier die Stadtstaaten vorne.


DFG-Mittel in Brandenburg und Rheinland-Pfalz
stagnieren

Die Schlussgruppe bilden Rheinland-Pfalz und Brandenburg.
Ihr Erfolg bei der Einwerbung von DFG-Drittmitteln stagniert
auf niedrigem Niveau. Der Anteil der DFG-Mittel im Verhältnis
zu den Grundmitteln liegt bei 4,3 Prozent (Brandenburg) bzw.
5,3 Prozent (Rheinland-Pfalz) und damit weit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 9,8 Prozent. Auch die jährlichen Veränderungsraten dieses Anteils sind mit 4,7 Prozent in Brandenburg und nur 0,3 Prozent in Rheinland-Pfalz unterdurchschnittlich.


Ostdeutsche Flächenländer wenig erfolgreich
In den ostdeutschen Flächenländern liegt der Anteil der DFG-Drittmittel an allen Hochschulmitteln zwischen 4,3 (Brandenburg) und 9,7 Prozent (Sachsen) und damit unter dem Durchschnitt. Allerdings weisen alle ostdeutschen Bundesländer außer Brandenburg eine überdurchschnittlich positive jährliche Veränderungsrate auf. So konnte Sachsen zum Beispiel den Anteil jährlich um 8,5 und Mecklenburg-Vorpommern sogar um 8,3 Prozent steigern.



DFG-Mittel 2010Westdeutsche Flächenländer erfolgreich, aber ohne hohe Dynamik
Ein ähnlich durchschnittliches Bild zeigt sich in den westdeutschen Flächenländern. Absolut gesehen landen zwei Drittel aller DFG-Mittel in den Hochschulen der vier großen Flächenländer.

Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen liegen mit ihren Anteilen von 8,7 Prozent (NRW) bis 11,8 Prozent (Baden-Württemberg) knapp unter bzw. knapp über dem Durchschnitt. Allerdings gelingt es diesen Bundesländern nicht, diese Anteile weiter überdurchschnittlich zu steigern. In Bayern und Baden-Württemberg lässt sich eine durchschnittliche, in Niedersachsen und NRW nur eine unterdurchschnittliche Veränderungsrate feststellen.

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl Bundesländer mit stagnierenden Grundmitteln (Berlin) als auch Bundesländer mit niedrigen Grundmitteln im Jahr 2000 und steigendem Grundmittelvolumen (Hamburg, Bremen) erfolgreich darin waren, Drittmittel von der DFG einzuwerben.

Gleichzeitig konnten Bundesländer wie Rheinland-Pfalz und Hessen, die in den vergangenen Jahren ihre Grundmittel überdurchschnittlich gesteigert haben, im DFG-Drittmittelwettbewerb nicht aufholen.



Indikatoren und Gewichtung der Kategorie "DFG-Förderung"

I.1
I.2
Verhältnis der DFG-Mittel zu Grundmitteln in Prozent, 2010 (Gewichtung: 67 %)
Jährliche Veränderungsrate DFG-Mittel zu Grundmitteln in Prozent, 2000 bis 2010 (Gewichtung: 33 %)