Deutschlandstipendium:
Die Erfolgsquote nach Hochschulart


   Anteil der vergebenen Stipendien an der
 Zahl der Stipendien, die die teilnehmenden
 Hochschulen maximal vergeben können
 (in Prozent)


Hochschularten (Grafik)

 Quelle: Statistisches Bundesamt

 Manche Hochschulen lassen sich mehreren
 Hochschultypen zuordnen. So sind beispielsweise
 in der Hochschulart "Universitäten" auch die elf
 Exzellenzuniversitäten und die privaten Hochschulen
 enthalten. Hochschulen, die ihre Vergabequoten voll
 ausschöpfen, können im Rahmen eines landesinternen
 Umverteilungsverfahrens nicht vergebene
 Stipendienkontingente von anderen Hochschulen
 erhalten (bis maximal zwei Prozent aller Studierenden
 anstelle von 1,5 Prozent). Auf diese Weise können
 Erfolgsquoten von über 100 Prozent erzielt werden.






Kunsthochschulen überraschend vorne

Bei der Erfolgsquote nach Hochschulart führen die Kunsthochschulen das Feld vor allen anderen Hochschularten an. Dies mag überraschen, da sie bei der Mitteleinwerbung für das Deutschlandstipendium oft als benachteiligt gelten. Ihre Führungsposition muss zwar im Lichte von recht geringen Fallzahlen gesehen werden, doch spricht der Vergabeerfolg der teilnehmenden Kunsthochschulen mit einer Erfolgsquote von 110 Prozent eine deutliche Sprache.

Die Hochschulen mit einem technischen Schwerpunkt (hier: Hochschulen mit dem Studienfach Maschinenbau) gelten im Allgemeinen als besonders erfolgreich bei der Einwerbung privater Mittel. Mit 76 Prozent ist ihre Erfolgsquote beim Deutschlandstipendium höher als bei vielen anderen Hochschularten. Allerdings müssen sie sich hinter den Kunsthochschulen einreihen und ihr Vorsprung vor den übrigen Hochschularten ist eher moderat.

Im Jahr 2013 haben sich alle elf Exzellenzuniversitäten am Deutschlandstipendium beteiligt. Die Erfolgsquote der teilnehmenden Exzellenzuniversitäten liegt mit 72 Prozent knapp unterhalb der Erfolgsquote der technisch orientierten Hochschulen. Gemeinsam haben die Exzellenzuniversitäten rund 3.600 Stipendien vergeben. Die RWTH Aachen hat ihr Stipendienkontingent sogar zu mehr als 100 Prozent ausgeschöpft.


Fachhochschulen überflügeln Universitäten

Die am Deutschlandstipendium beteiligten Fachhochschulen haben ihr Stipendienkontingent bislang zu 67 Prozent abgerufen. Dabei ist besonders bemerkenswert, dass sie verglichen mit dem Jahr 2011 die Gruppe der Universitäten überflügelt haben. Die guten Kontakte der Fachhochschulen zu den kleinen und mittleren Unternehmen in ihrer Region wirken sich sicherlich positiv auf den Erfolg bei der Stipendienvergabe aus.

Die privaten Hochschulen beteiligen sich nach wie vor nur recht zurückhaltend am Deutschlandstipendium bzw. schöpfen die ihnen zur Verfügung stehenden Stipendienkontingente nicht vollständig aus. Dies überrascht, verfügen doch die meisten von ihnen über gute Kontakte in die Wirtschaft. Oftmals haben sie aber bereits eigene Stipendien- und Förderprogramme, weshalb ihre Erfolgsquote beim Deutschlandstipendium mit 59 Prozent recht gering ausfällt.


Hochschulen mit erreichter Höchstförderquote

100 Hochschulen in Deutschland konnten im Verlauf des Jahres 2013 die Höchstförderquote erreichen. Dies entspricht rund jeder dritten am Deutschlandstipendium teilnehmenden Hochschule. In Baden-Württemberg und Hessen konnte knapp jede zweite Hochschule 1,5 Prozent oder mehr ihrer Studierenden fördern, in Sachsen gelang dies 44 Prozent aller Hochschulen, darunter vier Kunsthochschulen.

Im Vergleich zum Jahr 2011 ist die Anzahl der Hochschulen, welche die Höchstförderquote erreichen, etwas rückläufig: Hier konnten rund 130 Hochschulen die Höchstförderquote im Jahresverlauf ausschöpfen. Dies liegt daran, dass diese Quote seitdem kontinuierlich angehoben wurde, letztmalig am 1. August 2013 von einem Prozent auf 1,5 Prozent aller Studierenden einer Hochschule.