Deutschlandstipendium:
Hintergrund

Im Sommersemester 2011 wurde das Deutschlandstipendium auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit der Absicht gestartet, eine neue, bundesweite Stipendienkultur aufzubauen.


Sie soll gewährleisten, dass künftig mehr Studierende eine Stipendienförderung erhalten. Gemäß der letzten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes kommt diese derzeit nur rund vier Prozent aller Studierenden zugute (inklusive staatlicher und privater Stipendienprogramme). Durch das Deutschlandstipendium wurden im ersten Jahr 5.400 Studierende gefördert, im Jahr 2012 rund 14.000 Studierende und im Jahr 2013 waren es bereits knapp 20.000 Stipendiaten.

In Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft macht das Deutschlandstipendium das Thema Bildungsförderung zu einem gesamtgesellschaftlichen Anliegen: Die Stipendiaten erhalten für die Dauer von mindestens zwei Semestern eine Förderung von 300 Euro im Monat, die je zur Hälfte aus öffentlichen und privaten Quellen stammt. Aufgabe der Hochschulen ist es, private Förderer wie Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen (zum Beispiel Alumni) für die Finanzierung von 150 Euro pro Monat zu gewinnen. Der Bund stellt dann zusätzlich den gleichen Betrag zur Verfügung.

Seit Bestehen des Programmes konnten auf diese Weise bereits über 37 Millionen Euro private Fördermittel akquiriert werden. Damit ist das Deutschlandstipendium die größte öffentlich-private Partnerschaft im Bildungsbereich und eines der größten Begabtenförderungsprogramme in Deutschland. Fast jeder vierte Deutschlandstipendiat erhält zusätzlich BAföG. Dies entspricht in etwa dem Anteil der BAföG-Empfänger an allen Studierenden.

Neben der finanziellen Förderung profitieren die Stipendiaten des Deutschlandstipendiums vielerorts auch von ideellen Begleitprogrammen bestehend aus Workshops, Seminaren und Mentoring-Programmen, die der fachlichen und außerfachlichen Weiterbildung sowie der gegenseitigen Vernetzung dienen. Diese Formate werden oftmals gemeinschaftlich von der Hochschule, den Förderern sowie den Stipendiaten konzipiert und umgesetzt.

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