Deutschlandstipendium:
Erfolgsquote nach Bundesländern

 
 
 Anteil der vergebenen Stipendien
an der Zahl
 der Stipendien, die die teilnehmenden Hochschulen
 maximal vergeben können (in Prozent)


Erfolgsquote (Grafik)

 Quelle: Statistisches Bundesamt


Den 396 staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland steht es frei, sich am Deutschlandstipendium zu beteiligen. Im Jahr 2011 haben 215 Hochschulen von diesem Förderprogramm Gebrauch gemacht, im Jahr 2012 waren es bereits 262 Hochschulen und im Jahr 2013 schließlich 275 Hochschulen.


Dies sind 28 Prozent mehr als im Gründungsjahr und damit knapp drei Viertel aller möglichen Hochschulen. Zum Wintersemester 2014/15 wird beispielsweise auch die Universität Hamburg als eine der wenigen bislang noch zurückhaltenden großen Hochschulen dieses Förderinstrument nutzen.

In vielen Analysen zum Deutschlandstipendium wird die Ausschöpfungsquote bezogen auf das Höchstförderkontingent als Erfolgsmaßstab angeführt. Hier werden aber auch 121 Hochschulen einbezogen, die sich bislang noch nicht an diesem Förderprogramm beteiligen.

Der Vergabeerfolg der Hochschulen soll hier anhand der sogenannten Erfolgsquote gemessen werden. Sie gibt Auskunft über das Abschneiden der tatsächlich teilnehmenden Hochschulen bei Einwerbung und Vergabe von Deutschlandstipendien, das ganz wesentlich von der Bereitschaft einer Hochschule abhängt, dieses Förderinstrument aktiv zu nutzen und zu gestalten. Wie so häufig spielt dabei vor allem die Leitungsebene der Hochschulen die zentrale Rolle als Impuls- und Taktgeber.

Im Durchschnitt aller Bundesländer beträgt die Erfolgsquote aller sich am Deutschlandstipendium beteiligenden Hochschulen 62 Prozent. Sie liegt damit sechs Prozent über der Ausschöpfungsquote sämtlicher Hochschulen. Neben den genannten Spitzenreitern Saarland und Bremen gehört hier auch Niedersachen zur Spitzengruppe, gefolgt von Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Die Länder Berlin, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern schneiden im Hinblick auf die Erfolgsquote am schlechtesten ab.

In Hamburg werden nur vier Prozent der möglichen Stipendien vergeben. Die dort teilnehmenden Hochschulen schöpfen aber fast die Hälfte ihres Kontingentes aus. Angesichts des bürgerschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeldes wurde das Potenzial der Hansestadt bislang noch nicht ausgeschöpft

Insgesamt variiert die Erfolgsquote in den Bundesländern deutlich. Sie liegt zwischen 85 Prozent im Saarland und 31 Prozent in Berlin. Zehn der 16 Bundesländer erreichen aber eine Quote, die oberhalb der 50-Prozent-Marke liegt.