Deutschlandstipendium:
Erfolgsquote nach Hochschultypen

 
 
 Anteil der vergebenen Stipendien
an der Zahl der
 maximal verggebbaren Stipendien der teilnehmenden
 Hochschulen (in Prozent)


Hochschultypen (Grafik)

 Quelle: BMBF

Manche Hochschulen lassen sich mehreren Hoch-
schultypen zuordnen. So sind beispielsweise der
Hochschulart "Universitäten" auch die bislang teil-
nehmenden Exzellenzuniversitäten und die privaten
Universitäten enthalten.






Hochschulen mit technischem Schwerpunkt

Die Hochschulen mit einem technischen Schwerpunkt (hier: Hochschulen mit dem Studienfach Maschinenbau) sind im Allgemeinen besonders erfolgreich bei der Einwerbung privater Mittel. Mit 75 Prozent ist ihre Erfolgsquote beim Deutschlandstipendium höher als bei den anderen Hochschularten. Allerdings ist ihre Führungsposition nicht deutlich ausgeprägt. So beträgt ihr Vorsprung vor der Gruppe der Universitäten lediglich acht Prozentpunkte, der Abstand zur Gruppe der Fachhochschulen beträgt gut 14 Prozentpunkte.


Exzellenzuniversitäten

Im Jahr 2011 haben sich sieben der neun Exzellenzuniversitäten am Deutschlandstipendium beteiligt. Die Erfolgsquote der teilnehmenden Exzellenzuniversitäten liegt mit 69 Prozent knapp oberhalb der Erfolgsquote aller Universitäten. Gemeinsam haben die Exzellenzuniversitäten rund 620 Stipendien vergeben. Der RWTH Aachen, dem Karlsruher Institut für Technologie und der TU München ist es gelungen, ihr Stipendienkontingent zu 100 Prozent auszuschöpfen. Im Jahr 2012 werden sich auch die verbleibenden beiden Exzellenzuniversitäten Konstanz und Freiburg am Deutschlandstipendium beteiligen.


Universitäten

Die Erfolgsquote unter den teilnehmenden Universitäten beträgt bundesweit etwa 67 Prozent. Damit liegen die Universitäten zwischen der Hochschulart der Fachhoch-
schulen und der Untergruppe der Exzellenzuniversitäten. Auffällig ist, dass der Abstand zu den teilnehmenden Exzellenzuniversitäten lediglich zwei Prozentpunkte beträgt. Auch der Vorsprung vor den Fachhochschulen fällt mit sechs Prozentpunkten nicht gravierend aus.


Fachhochschulen

Die am Deutschlandstipendium beteiligten Fachhochschulen haben ihr Stipendienkontingent bislang zu 61 Prozent abgerufen. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, da hier die Stipendienkultur bislang nicht so ausgeprägt ist wie an den Universitäten. Die guten Kontakte der Fachhochschulen zu den kleinen und mittleren Unternehmen in ihrer Region wirken sich sicherlich positiv auf den Erfolg bei der Stipendienvergabe aus. Auffällig ist, dass vor allem die Fachhochschulen aus den neuen Bundesländern viele Stipendien vergeben haben.


Kunsthochschulen

In der öffentlichen Diskussion gelten die Kunsthochschulen bei der Mitteleinwerbung für das Deutschlandstipendium oft als benachteiligt, da ihre Kontakte zu privatwirtschaftlichen Akteuren nicht derart ausgeprägt sind wie an anderen Hochschularten. Tatsächlich liegen sie bei der Einwerbung von Stipendien ein gutes Stück hinter Universitäten und Fachhochschulen, doch ist der Ausschöpfungsgrad der teilnehmenden Kunsthochschulen mit einer Erfolgsquote von 56 Prozent bemerkenswert hoch.


Private Hochschulen

Auffällig ist, dass sich die privaten Hochschulen insgesamt bislang nur sehr zurückhaltend am Deutschlandstipendium beteiligt haben bzw. die ihnen zur Verfügung stehenden Stipendienkontingente nicht vollständig ausgeschöpft haben. Dies überrascht zunächst, verfügen doch viele von ihnen über gute Kontakte zu privaten Förderern. Oftmals haben sie aber genau aus diesem Grund bereits eigene Stipendien- und Förderprogramme, weshalb ihre Erfolgsquote beim Deutschlandstipendium mit 47 Prozent vergleichsweise gering ausfällt.