Deutschlandstipendium:
Hintergrund

Im Sommersemester 2011 ist das Deutschlandstipendium auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit der Absicht gestartet, eine neue, bundesweite Stipendienkultur aufzubauen.


Dies soll den Missstand bekämpfen, dass hierzulande nur rund drei Prozent
aller Studierenden eine Stipendienförderung erhalten (inklusive staatlicher und
privater Stipendienprogramme). Langfristig soll das Deutschlandstipendium acht
Prozent aller Studierenden in Deutschland eine Förderung ermöglichen.

In einem ersten Schritt sollten dazu im Jahr 2011 bis zu 0,45 Prozent aller Studierenden von dem Programm profitieren. Dies entspricht rund 9.400 Studierenden. Diese Quote wird in den kommenden Jahren Schritt für Schritt angehoben. Für das Jahr 2012 liegt sie bei einem Prozent.

In der Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft macht das Deutschland-
stipendium das Thema Bildungsförderung zu einem gesamtgesellschaftlichen
Anliegen: Die Stipendiaten erhalten für die Dauer von mindestens zwei
Semestern eine Förderung von 300 Euro im Monat, die je zur Hälfte aus öffentlichen und privaten Quellen stammt.

Aufgabe der Hochschulen ist es, private Förderer wie Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen (zum Beispiel Alumni) für die Finanzierung von 150 Euro pro Monat zu gewinnen. Der Bund stellt dann zusätzlich den gleichen Betrag zur Verfügung.

Die Hochschulen haben auf diese Weise die Möglichkeit, ihre Aktivitäten im Fundraising zu beginnen oder auszubauen. Dazu erhalten sie vom Bund eine Pauschale zur Akquisition privater Fördermittel. Diese beträgt sieben Prozent der Mittel, die die Hochschule von privater Seite entsprechend der jährlichen Förderquote maximal einwerben kann. So trägt das Deutschlandstipendium dazu bei, die Grundlage zur Etablierung einer bundesweiten Fundraising-Kultur zu schaffen.

Bereits im ersten Jahr konnte das Deutschlandstipendium die Zahl der staatlich geförderten Stipendiaten um gut 19 Prozent von 27.540 auf 32.812 Studierende erhöhen. Viele Hochschulen haben mittlerweile Strukturen geschaffen, die eine Mitteleinwerbung künftig erleichtern.

 


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